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In diesem Jahr brachten wir unsere Macoma schon eine Woche vor Urlaubsbeginn nach Stettin. Nach dem üblichen Zwischenstopp in Liebenwalde, erreichten wir wie geplant Samstagabend den AZS, wo wir am folgenden Morgen den Mast stellten. Es blieb noch genug Zeit, um Diesel zu tanken, die Segel einzuziehen und überhaupt alles startklar zu machen. Dann ging es mit der Bahn zurück nach Berlin (Regionalticket BVG plus öffentliche Verkehrsmittel für 11 Euro pro Person).

Nach einer kurzen Arbeitswoche ging es dann am Donnerstagnachmittag (28.6.2018) wieder nach Stettin. Gegen 20.00Uhr waren wir da und fuhren sofort los, um kurz nach 22.00Uhr in der nördlichen Einfahrt zum Dabiesee zu ankern. Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Leider hatten wir Nordwind und auch für die folgende Woche war immer Wind zwischen Nord und Ost angesagt. Nun ist leider Nordost die Richtung, die am allerungünstigsten ist, wenn man über Bornholm nach Schweden möchte, was wir ursprünglich wieder vorhatten.

Da der Wind auf gute 4 Bft. auffrischte und wir keine Lust hatten gegenan zu bolzen, stoppten wir in Trzebiez, gingen Eis essen und beschlossen, diesen Sommer wetterbedingt Richtung Westen zu segeln.

So ging es also statt nach Swinoujscie nach Ueckermünde, wo wir nach unserem Häuschen sahen und Johannisbeeren ernteten.

Am Samstag segelten wir bei Nordost 3 - 4Bft. übers Haff, die Peene runter, durch die lästigen Brücken und ankerten abends nahe Karlshagen. Früh am Morgen ging es über den Greifswalder Bodden Richtung Westen. Während östlich von Rügen weiterhin Nordostwind war, drehte der Wind jetzt hier auf Nordwest. Der ein oder andere Holeschlag wurde nötig. Da der Wind auf gute 6 Bft auffrischte, bargen wir das Großsegel und kreuzten unter Fock weiter. Gegen 16.30 Uhr machten wir im kleinen Hafen Gustow fest.

Weiter hatten wir Nordwestwind. Wir kreuzten die kurze Strecke bis Stralsund, wo wir gegen Mittag festmachten und das warme, sonnige Wetter für einen Bummel durch die schöne Stadt nutzten.

Da Nordwestwind ziemlich ungünstig ist, um in die dänische Südsee zu segeln, entschieden wir uns, um Rügen zu segeln. So kreuzten wir weiter, erst einmal Richtung Hiddensee, wo wir tatsächlich einen freien Platz im Hafen von Neuendorf fanden. Hier machten wir jetzt richtig Urlaub. Wir blieben drei (!) Tage, machten Radtouren, gingen spazieren und waren gemütlich - wie erholsam!

Dann ging es weiter nach Lohme. Leider drehte der Wind nicht wie angekündigt auf West, sondern hörte ganz auf, so fuhren wir notgedrungen unter Motor.

Der Westwind kam dann am nächsten Tag, aber gleich richtig mit 5 - 6 Bft. Sollten wir rasch nach Bornholm segeln? Aber da wollten wir jetzt gar nicht mehr hin. Also kein Segelstress, wir blieben lieber einen Tag in Lohme und machten eine schöne Radtour nach Glowe.

Am nächsten Tag sollte es weiter nach Gager gehen. Bei östlichem Wind von 2 - 4 Bft ging es gemütlich an den Kreidefelsen vorbei nach Süden. Aber kaum waren wir am Südperd vorbei, drehte plötzlich der Wind um 180 Grad auf Nordwest und war schnell bei 6 Bft, lästigerweise verbunden mit Starkregen, der die Sicht rapide schrumpfen ließ. Wir ließen Gager Gager sein und segelten nur unter Fock mit Karte und Kompass zur Peenemündung. Dort machten wir im Hafen Peenemünde Nord fest. Auch der nächste Tag war regnerisch, die Pausen nutzen wir für kleine Spaziergänge.

Da wir die frühe Brückenöffnung in Wolgast schaffen wollten, starteten wir um 6.00 Uhr am nächsten Morgen. Bei Nordost von 2 - 3 Bft, später Nord 2 - 4 Bft konnten wir die ganze Strecke bis Ueckermünde segeln. Trotz gelegentlicher Schauer war es ein schöner Segeltag.

Nach einem Tag in Ueckermünde machten wir uns auf den Heimweg. Bei Westwind von nachmittags 3 - 5Bft ging es in Brausefahrt über den Dabiesee, und wir machten am frühen Abend im AZS fest. Früh am nächsten Tag legten wir den Mast und verließen Stettin um 9.00 Uhr. Abends machten wir hinter der Schleuse Hohensaaten fest. Und am folgenden Tag konnten wir gegen Nachmittag wieder in der S.V.T. anlegen, wo wir gleich den Mast wieder stellten.

Wir sind diesen Sommer so wenig gesegelt wie noch nie, aber es war eine schöne, sehr erholsame Reise, so ganz ohne den üblichen Zeitdruck wieder rechtzeitig in Berlin zu sein, denn von Rügen schafft man das immer.

 

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