Anspruchsvolle FahrwasserWie so oft starteten wir am Freitagnachmittag (17.7.) und übernachteten vor der Schleuse Liebenwalde. So kamen wir am nächsten Abend gut in Stettin an. Auch das Maststellen im AZS verlief problemlos.

Nachdem wir getankt und eine Regenfront abgewartet hatten, verließen wir den Verein, um in der südlichsten der drei nördlichen Einfahrten zum Dabiesee zu ankern. Bei westlichem Wind von 2-4 (5) Bft. segelten wir von dort aus nach Swinoujscie. Da die Wetterprognose günstig war, starteten wir am nächsten Morgen früh um 6.00 Uhr bei südlichem Wind von 3 - 4 Bft. Eigentlich hatten wir Kolobrzeg als Zielhafen anvisiert, entschieden aber auf Grund des günstigen Wetterberichts, direkt nach Öland zu segeln. Wir hatten Wind zwischen Süd und West, die Stärke variierte zwischen 1 und 5 Bft., und nach zwei Tagen und zwei Nächten machten wir nach 205 gesegelten Seemeilen im kleinen Hafen von Karehamn an der Ostküste von Öland fest.

  • 1_Niederfinow
  • 2_Stora_Karlso
  • 3_Schiffssetzungen
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  • 5_Torehamn
  • 6_Smygehamn

Wir waren das einzige Schiff im Hafen und laut Aussage des Hafenmeisters erst das fünfzehnte in diesem Jahr! Mit dem Fahrrad fuhren wir zum nächsten Ort, um schwedische Kronen zu besorgen. Aber in Ermangelung größerer Ortschaften mit Geldautomat radelten wir weiter und weiter bis zur Westküste der Insel nach Borgholm und machten so eine nette Radtour von über 40 km. Abends spielte am Hafen eine ziemlich gute Bluesband.

Am nächsten Morgen segelten wir bei freundlichem Südwestwind von 3- 4 Bft. ins 52 sm entfernte Klintehamn. So waren wir nach einer Woche auf Gotland angekommen.

Da in den nächsten Tagen erst Starkwind aus Ost mit Regen und dann Starkwind aus aus Südwest folgte, blieben wir drei Tage in dem netten Hafen und machten Radtouren zu verschiedenen Schiffssetzungen. Leider waren die Wetteraussichten eher schlecht: Ein Sturmtief sollte kommen, weitere Tiefs sollten folgen. Um nicht wieder wie vor zwei Jahren in Visby wegen Starkwinds festzusitzen, entschlossen wir uns, langsam den Rückweg anzutreten.

So segelten wir am Dienstag (28.7.) zurück nach Öland in die Grankullavik im Norden der Insel.

Am nächsten Tag nach einer verregneten Nacht segelten wir bei leichtem Südwestwind an die Festlandsküste in den netten , kleinen Hafen Figeholm.

Da in den folgenden Tagen Südwestwind zu erwarten war, was für uns gegenan bedeutete, wollten wir jetzt kürzere Etappen segeln und dabei uns noch unbekannte Häfen anlaufen. So besuchten wir die kleinen Häfen Paskallavik und Timmernabben. Weiter kreuzten wir Richtung Süden. Vor der Kalmarbrücke frischte dann der Wind so auf, dass wir die Segel bargen und motorten, da wir nicht im engen Fahrwasser kreuzen wollten. Und, etwas des Kreuzens müde, fuhren wir doch wieder in den schönen Hafen von Kalmar, wo wir durch Zufall auch noch alte Freunde aus dem TO trafen.

Am nächsten Tag segelten wir erst gegen Mittag ins nur 9 sm entfernte Mörbylanga auf Öland. Hier legten wir einen Hafentag ein und machten eine ausgiebige Radtour.

Bei leichtem Ostwind ging es angenehm weiter nach Süden. Nach einer Mittagsflaute frischte der Wind wieder auf, und als wir um 17.15 Uhr im kleinen Hafen von Torehamn nahe Karlskrona festmachten, hatten wir 6 Bft. Wieder gönnten wir uns hier, bei für uns ungünstigem Westwind von 4 Bft., einen Hafentag.

Am nächsten Morgen (6.8.) segelten wir an Karlskrona vorbei und ankerten in einer geschützten Bucht hinter der Klappbrücke nach Hasslö.

Der Wind hatte über Nacht auf Ost gedreht, und schon früh machten wir uns auf den Weg über die Hanöbucht. Leider zogen am Nachmittag dicke Gewitterwolken auf. Der Wind setzte aus, und so motorten wir ausnahmsweise etwa 12 Seemeilen, bei denen uns zwar der Regen, nicht aber des Gewitter erwischte, nach Kivik.

Wir waren inzwischen drei Wochen unterwegs, zwei lagen noch vor uns, wir waren gut in der Zeit. So warteten wir den regnerischen Vormittag ab und segelten dann bei sehr leichtem Wind langsam ins 17 sm entfernte Skillinge. Bei leichtem Wind ging es weiter, zum Teil kreuzend. Da der Wind auf 5 Bft. auffrischte, machten wir schon nachmittags in Ystad fest. Weiter segelten wir gemütlich die Küste entlang ins nahe Smygehamn, dem südlichsten Hafen Schwedens. Da der folgende Tag mit Regen und Gewitter begann, blieben wir. Als es nachmittags aufklarte, gingen wir spazieren und besichtigten Leuchtturm, Kirche und alte Kalköfen. Für den folgenden Tag war segelbarer Nordwind angesagt. Der Nordwind kam dann leider nur mit 2 Bft., trotzdem verließen wir Smygehamn und damit Schweden schon um 5.40Uhr und erreichten um 18.15 Uhr nach 54 sm Sassnitz, wo wir erstmals in der neuen Marina festmachten.

Bei leichten nördlichen Winden ging es nach Ziemitz, kurz hinter der Brücke von Wolgast. Auch hier trafen wir Bekannte aus dem TO. Wir legten einen Hafentag ein, an dem wir nach Krummin und Wolgast radelten und abends am Hafenfest teilnahmen.

Dann fuhren wir weiter übers kleine Haff nach Ueckermünde, wo wir wieder einen Tag blieben.

Nun hatten wir untypischerweise eine Phase mit östlichen Winden, was mal wieder gegenan bedeutete. Wir kreuzten bei 5 - 6 (7) Bft. Übers Haff und legten erstmals in Nowe Warpno an. Wieder ankerten wir am Eingang des Dabiesees und segelte einen letzten schönen Schlag über den See bis zum AZ Stettin, wo wir wieder den Mast legten.Nach einer Übernachtung in Hohensaaten erreichten wir dann am 21.8. wieder die S.V.T..

In den fünf Wochen haben wir 925 sm zurückgelegt. Zieht man die zwei mal 90 sm Kanalfahrt ab, bleiben 745 sm auf See. Davon sind wir 670 sm gesegelt.  

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